Im Zentrum des Minitags stand eine groß angelegte Stadtrallye auf den Spuren des heiligen Willibald, die so gar nichts mehr von einem lässigen Stationenlauf früherer Schnitzeljagden hatte. Unter großem technischem Aufwand hatten die einzelnen Gruppen innerhalb von dreieinhalb Stunden 14 Stationen anzulaufen und 20 Fotoaufgaben zu lösen, die sofort per Handy zu übermitteln waren und in der Zentrale im Priesterseminar registriert und bewertet wurden. Bei Begegnungen mit Wunibald, Willibald und Hugeburg wurden kleine Holzherzen erspielt, die für die spätere Wertung wichtig waren. Der erste Preis in der Gesamtwertung ging an die Minis aus Etting. Auf den zweiten und dritten Platz folgten Hilpoltstein und Wolframs-Eschenbach. Die Referentin für Ministrantenpastoral, Kathrin Birk, zeigte sich mit dem störungs- und unfallfreien Verlauf der Großveranstaltung zufrieden und war voll des Lobes für die Minis des Bistums. Veranstaltungen wie der Minitag oder die diözesane Romwallfahrt der Minis im vergangenen Mai zeigten, wie lebendig diese große Gemeinschaft sei und wie wichtig sie für das gemeindliche Leben in der Diözese sei, so Birk. Im Bistum Eichstätt gibt es laut aktueller Statistik insgesamt 4.484 Ministrantinnen und Ministranten; Mädchen stellen etwas mehr als die Hälfte davon.
„Ihr seid der Stolz der ganzen Kirche“ – Ministranten und Gäste aus Burundi bei der Willibaldswoche
Eichstätt. (pde) – Den krönenden Abschluss ihres Besuchs im Bistum Eichstätt bildete für die Delegation aus der Partnerdiözese Gitega in Burundi der vorletzte Tag der Willibaldswoche. An dem hochsommerlich heißen Samstag fiel der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Bistumspartnerschaft mit dem Tag der Ministrantinnen und Ministranten zusammen. Rund 450 Buben und Mädchen im Alter von acht bis 16 Jahren und ihre Begleitpersonen waren aus allen Teilen des Bistums in die Domstadt gekommen, um gemeinsam Gottesdienste, Workshops und gesellige Aktivitäten zu erleben. Eine festliche Eucharistiefeier in der Kathedrale vereinte am späten Nachmittag die afrikanischen Gäste und die Minis.
Begegnung mit Willibald


Kirchentagsstimmung im Dom
Am späten Nachmittag dann hatten die jungen Altardienerinnen und Altardiener ihres Amtes zu walten. Trotz der hohen Temperaturen in ihre Gewänder gehüllt, zogen sie in Prozession vom Priesterseminar zum Dom, wo sie von Trommlern aus Burundi empfangen wurden. Angeführt von einem eigens zusammengestellten Projektchor, Mitgliedern des Domkapitels und vielen Geistlichen aus den Gemeinden des Bistums zog man in die Kathedrale ein. Der Alterzbischof von Gitega, Simon Ntamwana, begrüßte die Festgemeinde. Mit ihm am Altar standen sein Nachfolger, der amtierende Erzbischof des afrikanischen Bistums, Bonaventure Nahimana, und Eichstätts Diözesanadministrator Alfred Rottler. Vom ersten Moment des Gottesdienstes an, der live übertragen wurde, herrschte Kirchentagsstimmung. Bei fast jedem Lied des Chores wurde mitgeklatscht, immer wieder wurde applaudiert.
Diözesanjugendseelsorger Sebastian Braun stellte in seiner Predigt Vergleiche zwischen der Welt des Fußballs und dem Dienst der Ministranten her. Minis stünden nicht für irgendeinen Verein, sondern für das „Team Jesu“. Braun wörtlich: „Wir gehören zur Siegermannschaft. Nicht weil wir so super wären, sondern weil Jesus Christus für uns den entscheidenden Sieg schon errungen hat.“

In einem ausführlichen Schlusswort erinnerte Erzbischof Nahimana an die Geschichte der Bistumspartnerschaft, die mit dem ersten Besuch dreier Eichstätter Priester 1975/76 ihren Anfang nahm. Er ließ die entscheidenden Schritte Revue passieren, lobte die vielen Früchte der pastoralen Zusammenarbeit und hob die Erfolge beim Aufbau sozialer und kirchlicher Strukturen hervor. Besonders erinnerte er an das immer noch weiter wachsende Leuchtturmprojekt Bugendana und bekräftigte die Grundaussagen des gemeinsamen Memorandums, das im vergangenen Jahr formuliert und in Kraft gesetzt wurde. Den Ministrantinnen und Ministranten sprach er seinen besonderen Dank aus: „Euer Engagement ist ein Geschenk des Herrn. Ihr seid der Stolz der ganzen Kirche. Hört auf Gottes Stimme, er wird immer an eurer Seite sein.“










